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Stellmacherei

In der Stellmacherei, die in anderen Gegenden wegen des Wagenbaus auch Wagnerei genannt wird, wurden früher Pferdewagen und Kutschen hergestellt. Heute entstehen hier noch Schubkarren und Räder. Das Holz kommt von der direkt nebenan liegenden Gattersäge – nach den erforderlichen Maßvorgaben. Mit selbst gebauten Schablonen wird sichergestellt, dass beispielsweise die Holme der Schubkarre identisch sind. Die Räder werden ebenfalls passend gefertigt, die Eisenbeschläge werden in der Schmiede hergestellt.

Falls erforderlich, werden die Werkstücke auch gedrechselt. Dazu gibt es eine über Transmission angetriebene Drechselbank. Denn lange bevor maschinelle Drechselbänke erfunden wurden, wurde bereits vor rund 400 Jahren über einen Fußpedalantrieb mit Tiersehnen gedrechselt. So entstanden beispielsweise Spinnräder, Stuhlbeine, Kinderspielzeug oder Werkzeuggriffe.

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