Mühle
Der Windmühlentyp ist ein sogenannter Galerieholländer mit Windrose, dank der die Mühlenflügel gegen den Wind ausgerichtet werden. Ursprünglich stammt diese Art Mühle aus den Niederlanden. Die Galerie ist ein Rundgang in halber Höhe der Mühle, von der aus die Flügel freigegeben oder auch abgebremst werden können.
In der Mühle konnte nach rund zweijähriger Bauzeit im Jahr 1854 mit dem Mahlen von Korn mithilfe der Windkraft begonnen werden. Später wurde auch windunabhängig mit einem Dieselantrieb gearbeitet. In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zerstörte ein Sturm die Flügel. Deshalb wurden diese und die Kappe aus Sicherheitsgründen demontiert. In der Folgezeit diente die Mühle in erster Linie nur noch als Speicher für Korn, Kraftfutter oder Düngemittel.
Als Müllermeister Fleetjer im Jahr 1980 die Abbruchgenehmigung zugunsten eines Zweckneubaus in der Tasche hatte, fanden sich einige Leute aus dem Dorf, um den Abbruch zu verhindern und stattdessen die Mühle wieder aufzubauen. Fleetjer war einverstanden, die Mühle einem Verein zu überlassen, weshalb der „Verein zur Erhaltung der Windmühle Münkeboe“ gegründet wurde. Nach rund siebenjähriger Bauzeit war die Mühle sowohl innen als auch außen komplett restauriert. Die Gesamtkosten dafür betrugen umgerechnet rund 300.000 Euro.
Bei der Vereinsgründung wurde zudem festgelegt, dass nicht nur die Windmühle wieder aufgebaut, sondern auch landwirtschaftliche Geräte, komplette Werkstätten und Einrichtungen aus der Umgebung gesammelt und restauriert werden sollten. So sollten sie vor dem Verfall gerettet werden, um alte landwirtschaftliche und handwerkliche Fertigkeiten zu bewahren und den Menschen – auch jüngeren Generationen – näherzubringen.
Deshalb kann hier auch die gesamte Mühlentechnik besichtigt werden.