Gulfhof
Das Gulfhaus, auch als Gulfhof oder Ostfriesenhaus bezeichnet, ist eine Bauernhausform, die im 16. und 17. Jahrhundert in Norddeutschland aufkam. Es ist ein Holzgerüstbau in Ständerbauweise.
Das typische Gulfhaus besteht aus einem Vorderhaus (plattdeutsch: Vörderenn'), das den Wohntrakt darstellt, und dem angrenzenden Stall-/Scheunentrakt (plattdeutsch: Achterenn'). Das Zentrum des Stall-/Scheunentraktes bildet der „Gulf“, eine Lagerfläche für Heu, Erntegut und Geräte, der diesem Haustyp seinen Namen verdankt.
In dem Gebäude befinden sich viele landwirtschaftliche Gerätschaften und Maschinen, mit denen die Geschichte des Ackerbaus und die Entwicklung der Verarbeitung der Feldfrüchte nachvollzogen werden kann. Zudem sind dort viele Traktoren zu sehen, die sich alle noch in bestem Zustand befinden und fahrbereit sind.
Im Gulf – wie früher der am Wohnbereich gelegene Lagerplatz für Heu und Stroh hieß – befinden sich darüber hinaus auch diverse Gerätschaften, die zu einem Bade- oder Waschtag in früheren Zeiten gehörten.